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In seinem Lied "Pump up" ruft Sizzla offen dazu auf, schwule Männer zu verbrennen oder zu erschießen. Auch in anderen Songs ruft er zu Mord an Schwulen auf. So heißt es in "Boom Boom": "Schwule müssen gekillt werden". Und in "Get To Da Point": "Ich zieh los und erschieß Schwule mit einer Waffe". Sizzla Kalonji hat sich nie überzeugend von diesen Texten distanziert. Zwar unterzeichnete er im April 2007 den sog. "Reggae Compassionate Act", eine Selbstverpflichtung, keine Hasstexte zur Aufführung zu bringen, doch später hat er immer wieder geleugnet, diese Vereinbarung jemals unterzeichnet zu haben. Zudem bringt er seine Hasssongs immer noch in Europa und in Jamaika zur Aufführung.
Wir sind der Auffassung, dass Interpreten, die solch menschenverachtende Inhalte in ihrem Repertoire führen und die in ihren Hasstexten zum Mord an Minderheiten aufrufen, hierzulande kein Forum geboten werden darf, so der LSVD.
Auch kann es nicht angehen, dass auf hiesigen Bühnen Interpreten auftreten und Geld verdienen, die in ihren Herkunftsländern für Mord und Totschlag geistig mitverantwortlich sind. Von Dancehall-Bühnen herab hetzen Interpreten wie Sizzla mit ihren Hasssongs die Menge auf und sorgen für eine regelrechte Schwulenhatz, der immer wieder (vermeintlich) schwule Männer zum Opfer fallen, heißt es weiter.
Unabhängig davon, ob Sizzla sein homophobes Repertoire beim Chiemsee Reggae Festival bringt oder nicht, verbietet es sein in Jamaika und andernorts nachgewiesenes Verhalten, ihm in Deutschland einen Auftritt zu ermöglichen. Das ist eine Frage des Anstands und des Respekts vor den Menschenrechten von Schwulen und Lesben in Jamaika.


