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    aids2010.org
In Wien hat am Sonntag die Welt-Aids-Konferenz begonnen. Zum Beginn der Konferenz gab es scharfe Kritik an die internationale Politik. Julio Montaner, der Präsident der Internationalen Aids-Gesellschaft bemängelte einen mangelnden, politischen Willen bei der Behandlung von Aids-Kranken. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon forderte einen universellen Zugang zur medizinischen Behandlung der Immunschwächekrankheit.

Julio Montaner warf den wichtigen Industriestaaten (G8) vor, ihr Versprechen über einen universellen Zugang zu Medikamenten nicht eingehalten zu haben. Außerdem beklagte er, dass einige osteuropäische Staaten nicht an der Aids-Konferenz in Wien teilnehmen. Ihnen warf er eine Gleichgültigkeit gegenüber dem eigenen Land vor.
Die Welt-Aids-Konferenz findet noch bis zum 23. Juli statt. Am Dienstag, 20. Juli, wird am Rande der Welt-AIDS-Konferenz ein Menschenrechtsmarsch in Wien stattfinden, um die Bedeutung von Menschenrechten im Kampf gegen HIV/AIDS im öffentlichen Bewusstsein zu verankern. Am 18.30 Uhr sammeln sich die TeilnehmerInnen bei der Universität (Schottentor), gegen 20 Uhr wird sich der Demo-Zug über den Ring zum Heldenplatz in Bewegung setzen, wo danach die Abschlusskundgebung über die Bühne gehen wird.
Nach kurzen Statements von hochrangigen Persönlichkeiten - u. a. Gesundheitsminister Alois Stöger und UNAIDS-Generaldirektor Michel Sidibé - und Vertretern von NGOs wird die international gefeierte Sängerin, Songwriterin und AIDS-Aktivistin Annie Lennox auftreten und einige ihrer bekanntesten Songs präsentieren.

(PRIDE1.de/kt)